Funksteckdosen via Raspberry Pi über das Terminal, Webinterface oder Siri steuern – 433 mHz

Belegung

rpi2-pins

RaspberryPi Transmitter Receiver
Pin 2 / 4 (5V) VCC VCC
Pin 6 / 9 (GND) GND GND
Pin 11 (GPIO17) – RPi Nr.1 ATAD
Pin 13 (GPIO27) – RPi Nr.2 DATA (to the left of GND)

Software

Kommen wir nun zur Software. Hierzu müsst ihr erstmal euren Raspberry Pi starten, an dem alles wie oben beschrieben montiert wurde. Anschließen solltet ihr erst mal

sudo apt-get update

ausführen. Dadurch werden eure Paketquellen aktualisiert. Dann muss git-core installiert werden (falls nicht sowieso schon geschehen):

sudo apt-get install git-core

Um die Ansteuerung des Transmitters zu realisieren gibt es ein Projekt namensWiringPi. Dieses installiert ihr euch auf eurem Raspberry Pi wie folgt:

cd
git clone git://git.drogon.net/wiringPi
cd wiringPi
./build

Auch für unseren Zweck, die Steckdosen zu steuern gibt es bereits ein Projekt. Dieses stammt von xkonni und nennt sich Raspberry-Remote. Ihr installiert es euch so:

cd
git clone git://github.com/xkonni/raspberry-remote.git
cd raspberry-remote

Damit es läuft, müsst ihr euch noch die send.cpp kompilieren, also folgendes eintippen:

make send
make demon

installieren eines sniffers

cd
git clone https://github.com/ninjablocks/433Utils.git
cd 433Utils/RPi_utils
make all

Für die Pin Belegung

gpio readall

test des sniffers

./RFSniffer
./codesend 1234

Webinterface

Natürlich ist es etwas umständlich und unkomfortabel, das Ganze immer über das Terminal/eine SSH-Verbindung machen zu müssen. Aber kein Problem! Raspberry-Remote liefert auch gleich ein passendes Webinterface mit. Damit ihr das nutzen könnt, solltet ihr erst mal Apache und PHP installieren auf eurem Raspberry:

sudo apt-get install apache2 php5

Jetzt gehts zum Webinterface, was xkonni direkt mitliefert. Dazu habe ich im Ordner

mkdir /var/www/html/remote

einen Unterordner remote erstellt. Anschließend den Inhalt von ~/raspberry-remote/webinterface dorthin verschoben:

cp -Rf ~/raspberry-remote/webinterface/* /var/www/html/remote

Jetzt muss noch in der

vi /var/www/html/remote/config.php

Datei die IP Adresse des Raspberry Pis angepasst werden: dazu einfach nano verwenden.

Deamon

Nun fehlt noch der Daemon, auf den das PHP-Script des Webinterfaces zugreift. Dazu gehen wir in das Raspberry-Remote Verzeichnis zurück: cd ~/raspberryremote und kompilieren den daemon: make daemon
Nun können wir diesen Starten:

sudo ./daemon &

Das & bewirkt, dass der Prozess im Hintergrund läuft.

Jetzt können wir unser Glück mit dem Webinterface probieren: Dazu rufen wir von einem anderen Rechner/Handy das Webinterface per http://192.168.11.44/remote/ (Eure IP einsetzen) auf. Wenn das geht und dort die verschiedenen Steckdosen sichtbar sind, dann muss man jetzt nur noch in der config.php die Steckdosen mit Namen versehen und evtl. die Codes, etc. anpassen. Die Konfiguration sollte selbsterklärend sein.screenshot_webinterface

Falls ihr eine Fehlermeldung wie „Switch out of range: GET /:XY“ bekommt, keine Sorge! In der daemon.cpp sind standardmäßig nur die Hauscodes 00000 & 00001 & 00010 abgedeckt. Das lässt sich aber einfach ändern. Geht dazu wieder ins Verzeichnis von Raspberry Remote (bei mir /home/pi/raspberry-remote/, also via

cd /home/pi/raspberry-remote/

und öffnet die daemon.cpp mit nano. Darin befindet sich der Eintrag „nPlugs=10;“, welche ihr einfach durch „nPlugs= 1110;“. Anschließend übersudo make daemon neu kompilieren und über sudo ./daemon & wieder starten. Jetzt sollte auch bei euch das Webinterface funktionieren.

 

Quellen:

Let Raspberry Pi’s communicate with each other per 433MHz wireless signals

https://alexbloggt.com/funksteckdosen-raspberry-pi-teil1/

https://alexbloggt.com/funksteckdosen-raspberry-pi-teil2/

 

Des weiteren habe noch einige anderen tolle Projekte gefunden

OK Google, Schalte Liste an -> https://blog.medienman.de/blog/2017/08/20/google-home-steuert-433-mhz-funksteckdosen/

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