Debian 8 Jessie mit Systemd und aktualisiertem Kernel | heise online
Debian 8 Jessie mit systemd zu betreiben ist seit dem Release im April 2015 die Standardkonfiguration – und ich war gespannt, wie sich der Wechsel von SysV-Init im Alltag anfühlt. Wer Debian Jessie systemd-basiert betreibt, profitiert von schnelleren Bootzeiten und besserem Logging, muss sich aber kurz mit den neuen Konzepten vertraut machen.
Was ist neu in Debian 8 Jessie?
Trotz erheblicher Turbulenzen und personeller Veränderungen hat das Debian-Projekt Version 8.0 nach knapp zwei Jahren Entwicklungszeit veröffentlicht. Jessie verwendet erstmals systemd als Standard-Init-Dienst und enthält einen für Debian-Verhältnisse recht jungen Kernel der Version 3.16.
systemd als neuer Init-Dienst
Der Wechsel wurde für Debian-Nutzer möglichst sanft gestaltet: Netzwerkeinstellungen werden weiterhin über den NetworkManager oder die Datei /etc/network/interfaces verwaltet. Wer lieber bei SysV-Init bleiben möchte, kann einfach zurückwechseln. Bei Upgrades von Wheezy bleibt SysV-Init zunächst der Standard.
Kernel, Desktop und Software
Mit Linux 3.16 ist ein vergleichsweise junger Kernel an Bord, der auch auf aktuellen Notebooks für gute Hardware-Unterstützung sorgt. Der Standard-Desktop ist Gnome 3.14; zusätzlich stehen Xfce, KDE, Cinnamon, Mate und LXDE zur Wahl. Bei den Datenbanken hat man die Wahl zwischen MySQL 5.5, PostgreSQL 9.3 und erstmals MariaDB 10.0.
Unterstützte Architekturen
Neu unterstützt werden 64-Bit-ARM (arm64) und 64-Bit-PPC (ppc64el). Weggefallen sind ia64, sparc, s390 und die FreeBSD-Portierungen. CD- und DVD-Images stehen zum Download bereit.
Quelle: Debian 8 Jessie mit Systemd und aktualisiertem Kernel | heise online


